Kleine Orgelchronik der Martinskirche

Das Innere der Martinskirche vor 1960 mit der E. Fr. Walcker-Orgel von 1842

Um 1570 Nachweis einer Orgel eines unbekannten Orgelbauers, die lt. Kirchenbaurechnung um 1576 von einem Schreiner Knobloch instand gesetzt wurde.

1585 Orgelneubau im Rahmen der Einweihung des neuen Langhauses der Martinskirche durch den Orgelbauer Michael Schneider, Stuttgart. Zerstörung der Orgel beim großen Stadtbrand von 1690.

1691 Orgelbauer Michael Schmahl aus Steinheim baut eine neue Orgel mit der Disposition:

 

HAUPTWERK

Principal 8' - Quintadim 16' - Copal 8' - Quintatim 8' - Octav 4' - Holzprincipal 8' - Quint 3' - Mixtur 6f. - Rohrflötte 4' - Spitzflötte 2' - Hörnle 2'

RÜCKWERK

Principal 4' - Copal 8' - Octav 2' - Mixtur 3f. - Kleiner Copal 

PEDAL

Subbass 16' - Quintatim 16' - Posaunen=Baß 16' - Principal 8'

 

1781 Renovierung der Schmahl-Orgel durch Johann Jacob Pfeiffer und Einbau einer Vox humana im Rückpositiv.

1842 Neubau einer Orgel durch den Ludwigsburger Orgelbauer Eberhardt Friedrich Walcker mit 33 Registern auf mechanischen Kegelladen (Disposition nicht bekannt)

1929 Erweiterung der Walcker-Orgel um ein 3. Manual und Vergrößerung auf 48 Register. Einbau einer elekropneumatischen Traktur durch die Firma Walcker, Ludwigsburg

1956 Generalüberholung und Neuintonierung des Instruments durch die Orgelfirma Rensch/Lauffen a. N.

1960 Abtragung der Orgel wegen Wasserschäden und Einsturzgefahr der Martinskirche

Nach einer umfassenden Kirchenrenovierung entsteht unter Verwendung von altem Pfeifenmaterial der Walckerorgel in einem langwierigen Bauprozess die heutige Renschorgel der Martinskirche. Die Bauzeit betrug über 20 Jahre und nahm die Jahre 1960-1981 in Anspruch.

Die festliche Einweihung der neuen Orgel fand am 28. Juni 1981 in der Martinskirche statt.