© Jochen Maier

Konfirmation - erwachsen werden

Bei der Konfirmation werden junge Menschen zu Kirchenmitgliedern mit allen Rechten und Pflichten. Die Eltern haben entschieden ihr Kind taufen zu lassen, aber nun sagen sie zum ersten Mal selbst "Ja" zum christlichen Glauben.

Sie bestätigen und bekräftigen damit die Entscheidung für den christlichen Glauben, den zunächst ihre Eltern für sie getroffen hatten. Das lateinische Wort "confirmare" heißt soviel wie bestärken, bestätigen, befestigen. Wer konfirmiert ist, darf am Abendmahl teilnehmen, ein Patenamt übernehmen und an allen Entscheidungen in seiner Gemeinde mitwirken.

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Fragen zur Konfirmation

  • add Wenn die Eltern nicht Mitglied der Evangelischen Landeskirche sind

    Ab dem 14. Lebensjahr gilt das Selbstbestimmungsrecht des Kindes in religiösen Fragen, dazu zählt auch die Wahl des konfessionellen Bekenntnisses.

  • add Welche Rechte erhält man durch die Konfirmation

    Mit der Konfirmation wird u. a. das Recht zugesprochen, in allen evangelischen Gemeinden am Abendmahl teilzunehmen, Pate zu werden, eine Nottaufe vorzunehmen und als Erwachsener an kirchlichen Wahlen teilzunehmen oder in kirchliche Ehrenämter gewählt zu werden.

 
  • add Ich bin nicht getauft

    Die Konfirmation ist eigentlich die Bestätigung der Taufe. Wenn ein Kind nicht getauft ist, wird es in der Regel am Ende des Konfirmationsunterrichts oder im Konfirmationsgottesdienst getauft. Die Konfirmation als Bestätigung dieser Taufe ist dann eigentlich nicht mehr notwendig: Ihr Kind hat ja schon selber "Ja" zur Taufe gesagt. In der Praxis begehen die Konfirmandinnen und Konfirmanden jedoch häufig beide Anlässe, die Taufe und die anschließende Konfirmation,  die sie gemeinsam mit ihrer Konfirmandengruppe feiern.

  • add Endet das Patenamt mit der Konfirmation

    Offiziell enden die Aufgaben der Paten mit der Konfirmation, weil der oder die Jugendliche dann religionsmündig ist. Aber es ist natürlich schön, wenn die Kontakte zwischen Paten und Patenkind ein Leben lang bestehen bleiben.

 
  • add Ist eine Konfirmation auch als Erwachsener möglich

    Für die Konfirmation gibt es keine Altersbegrenzung. Voraussetzung ist die Taufe. Als Vorbereitung auf die Konfirmation, wo im Gottesdienst zusammen mit der versammelten Gemeinde gemeinsam der christliche Glaube öffentlich bekannt wird, ist eine kirchliche Unterweisung nötig. Wie diese im Einzelnen aussieht, erfragen Sie bitte bei Ihrem zuständigen Pfarramt.

 

Ich weiß es noch genau: Ich fand das Getue vorher ziemlich übertrieben. Immer wieder hatte mir meine Mutter in den Wochen vor der Konfirmation gesagt: Dies ist jetzt dein Tag, dein Fest. Alle kommen nur deinetwegen und es wird nie wieder in deinem Leben so einen Tag geben. So ein Quatsch, dachte ich damals. Schließlich kommen auch an meinen Geburtstagen alle meinetwegen. Wo war da der Unterschied?

Es gab einen Unterschied. Im Nachhinein erinnere ich mich noch heute, Jahrzehnte später, an viele Einzelheiten meiner Konfirmation. Wer da war, wie das Wetter war, wer eine Rede gehalten hat, was es zum Essen gab, und ja klar, auch, wer mir was geschenkt hat. Geburtstage? Davon gab es so viele – wie soll ich mich an die alle erinnern?

Dein Tag - dein Fest

Fragen zum Konfirmandenunterricht

  • add Wo kann kann man sich zum Konfirmandenunterricht anmelden?

    Die Anmeldung erfolgt über das Gemeindebüro. Unsere Kirchengemeinden veröffentlichen im Gemeindebrief, teilweise auch per Rundbrief die Daten zur Anmeldung, meist vor den Sommerferien. Bei der Anmeldung oder auf einem Elternabend erfahren Sie dann auch weitere Einzelheiten zum Ablauf des Konfirmationsunterrichtes (Dauer, Termine usw.).

  • add In welchem Alter meldet man sich zum Konfirmandenunterricht an

    Die Konfirmandenzeit beginnt in der 7. Klasse.

 

  • add In welchem Zeitraum findet der Unterricht statt

    In der Regel findet der Konfirmandenunterricht Mittwoch nachmittags statt, da die Schulen diesen Tag vom Nachmittagsunterricht frei halten.

  • add Was lernt man im Konfirmandenunterricht

    Die Konfirmandenarbeit hat ihre biblische Grundlage im Auftrag Jesu Christi: "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäusevangelium, Kapitel 28). Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sollen also, ganz allgemein gesagt, vertraut werden mit dem kirchlichen Leben in Gottesdienst und Alltag, besonders aber mit der biblischen Botschaft. Sie sollen erfahren, was es bedeutet, getauft zu sein und an Jesus Christus zu glauben.

 

  • add Ist der Unterricht woanders möglich

    Wenn Sie gute Gründe dafür haben, dass Ihr Kind in einem anderen Pfarrbezirk oder einer andere Gemeinde zum Unterricht geht, besprechen sie dies bitte mit ihrem zuständigen Pfarrer oder Pfarrerin. 

  • add Kostet der Unterricht etwas

    Nichts. Höchstens dann Ausflüge oder Freizeiten. Wenn dies aber zu teuer wird, bitte einfach bei der Pfarrerin oder dem Pfarrer nachfragen, unsere Gesamtkirchengemeinde gibt auch Zuschüsse.