Trauung - Gott freut sich mit


Der schönste Tag im Leben? Die Trauung ist Ihr Tag. Voller Freude und Aufregung bereiten Sie ihn vor. Wie schön, dass Sie Ihre Ehe Gottes Segen und Schutz anvertrauen. Auf dieser Seite finden Sie ein paar Tipps, damit Ihre kirchliche Trauung zu Ihrem schönsten Fest werden kann.
 

© Jochen Maier

Vor der Trauung

  • add Anmeldung der kirchlichen Trauung

    Sie melden den Wunsch einer Trauung im Gemeindebüro an. Selbstverständlich dürfen Sie aber auch bei Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer direkt Kontakt aufnehmen. Dies sollten Sie so frühzeitig wie möglich tun, denn Ihr Wunschtermin kann in Hochzeitsmonaten wie dem Mai möglicherweise schnell vergeben sein. In der Woche vor Ostern (Karwoche) und an einigen Festtagen sind keine Trauungen möglich.

    Wenn Sie in einer anderen Kirche als in Ihrer Gemeindekirche getraut werden möchten, klären Sie auch hier frühzeitig ab, ob dies zum gewünschten Termin möglich ist. Fragen Sie Ihre Pfarrerin oder Ihren Pfarrer, ob Ihr Gemeindepfarrer Sie dorthin begleitet, oder ob die Trauung vom dort zuständigen Pfarrer oder Pfarrerin vorgenommen wird.

    Wenn die Ehepartner unterschiedlicher Konfession sind, können Sie eine Trauung unter Beteiligung eines geistlichen einer anderen Konfession planen. Auch Gottesdienste anlässlich einer Eheschließung zwischen Christen und anderen Religionen sind möglich.

  • add Das Traugespräch

    Die Pfarrerin oder der Pfarrer trifft sich mit dem Brautpaar zur Vorbereitung der Trauung und um die Gestaltung des Gottesdienstes gemeinsam zu planen. Im Zentrum dieses Gesprächs steht das Brautpaar: Ihr Leben, ihre Familien und ihre Vorstellungen von Liebe und Partnerschaft. Wichtiges für die persönliche Gestaltung des Gottesdienstes und der Ansprache wird in diesem Gespräch besprochen. Zudem wählen Sie allein oder mit Hilfe des Pfarrers einen Trauspruch aus der Bibel aus, der Sie zukünftig wie ein Lebensmotto begleiten soll. Und Sie sprechen darüber, in welcher Form Sie sich das Trauversprechen geben wollen. Braut und Bräutigam versprechen sich einander - und gegenseitig ihre Liebe und Treue.

    Brautpaar, Verwandte und Freunde gestalten den Gottesdienst gerne mit. Das Brautpaar kann beispielsweise sein Trauversprechen selbst formulieren, Freunde oder Verwandte können gute Wünsche für das Brautpaar im Gebet sprechen, Lesungen übernehmen oder musizieren. Sprechen Sie alles - auch eventuelle "Überraschungen" für das Brautpaar - mit dem Pfarrer ab, er ist Verantwortlich für den Ablauf und die Atmosphäre des Gottesdienstes. Er hilft Ihnen mit reicher Erfahrung. 

     

     

     

  • add Zum Traugespräch sollten folgende Unterlagen vorliegen

    Im Anmeldeformular werden Tauf- und Konfirmationsdaten abgefragt. Bitte informieren Sie sich vorab.

    Eine Heiratsurkunde muss zum Traugottesdienst vorliegen, erst wenn ein Paar standesamtlich verheiratet ist, kann die kirchliche Trauung gefeiert werden. 

  • add Das Brautpaar kann sich mit folgenden Fragen vorbereiten

    • Gibt es einen Bibelspruch, einen Liedvers oder sonst einen Text, der Ihnen viel bedeutet? (Trauspruch)
    • Wollen Sie Lieder und Musik auswählen? Welche Lieder sollen gesungen werden?
    • Wünschen Sie weitere musikalische Begleitung? Gibt es musikalische Darbietungen?
    • Sollen Verwandte und Freunde den Gottesdienst mit gestalten? 
    • Blumenschmuck in der Kirche?
    • Gestaltung von Liedblättern?
    • Ist ein Empfang im Anschluss an den Gottesdienst vorgesehen und möglich?
    • Filmen und Fotografieren in der Kirche mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer absprechen.

Trauung

"Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei", stellt Gott am Ende seines Schöpfungswerkes fest (1. Mose 2,18). Oft findet der Mensch erst zu seiner Bestimmung in Zweisamkeit. Und auch hier gilt wieder Gottes Urteil: "Und siehe, es war sehr gut."

Nach evangelischen Verständnis suchen die frisch gebackenen Eheleute im Traugottesdienst bewusst die Nähe Gottes. Der Schritt in die gemeinsame Zukunft ist zuallererst ein Grund der Freude. Er ist wie jede wichtige Lebensentscheidung aber auch mit der Frage verbunden, was die Zukunft bringen mag. Im Traugottesdienst bittet das Paar Gott um seinen Segen für die Ehe und für das Zusammenleben. Die Ehepartner versprechen sich vor Gott und der versammelten Gemeinde sich zu lieben, für einander da zu und treu zu sein. Sie bringen damit zum Ausdruck, dass sie auch Gott gegenüber verantwortlich füreinander sind.  

Die evangelische Trauung ist keine Eheschließung, sondern ein "Gottesdienst anlässlich einer Hochzeit". Daher können auch Geschiedene kirchlich getraut werden und für ihre neue Ehe den Segen Gottes erbitten.

Rechtlich entscheidend ist das Jawort auf dem Standesamt. Auch die bürgerliche Eheschließung ist kein Vertrag auf Zeit, sondern ein Bund fürs Leben. Die kirchliche Trauung ist aber für viele Brautpaare offenbar der wichtigere Termin, denn die meisten Trauringe tragen das Datum der kirchlichen Trauung.